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mehrere Kinder

Neue Erkenntnisse zu ADHS

Hilde von Balluseck

18.09.2014 Kommentare (0)

Verzweifelt fragen sich Eltern, frühpädagogische Fachkräfte und LehrerInnen, wieso es zum Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) kommt, denn die davon betroffenen Kinder stellen eine große Herausforderung dar. Oft wird auch mit Schuldzuweisungen gearbeitet: Eltern hätten versagt, das Kind nehme sich nicht zusammen usw. Es scheint nun wissenschaftlich bewiesen, dass es es zumindest auch andere Faktoren gibt, die ADHS begünstigen.

Amerikanische Psychiater haben die Gehirne von Kindern mit ADHS untersucht und eine interessante Entdeckung gemacht, nämlich dass Nervenverbindungen bei Kindern mit Konzentrationsstörungen langsamer als bei anderen Kindern reifen. "Diese Entwicklungsverzögerung zeigt sich demnach besonders in den neuronalen Netzwerken, die den ziellosen Gedankenfluss kontrollieren wie auch bei jenen Nervenverbindungen, die für die Lösung von Aufgaben wichtig sind." Das heißt, es handelt sich um diejenigen Netzwerke, die "jene Verhaltensweisen regulieren, die bei ADHS aus der Balance geraten".  So willkommen eine neurobiologische Erklärung jedoch einerseits ist, so betonen Kinderärzte, dass auch die Umweltfaktoren in den Blick genommen werden müssen. Sie bestehen in teilweise überfordernden Terminen, Vorschriften, Leistungsanforderungen. "Immer weniger Freiräume bei steigendem Erwartungsdruck haben dazu beigetragen, dass die Diagnose ADHS inzwischen 40-mal so oft gestellt wird wie 1990". Wenn dann das Kind nicht in seiner Umgebung Ansprechpartner findet, die Zeit haben und sie sich auch nehmen, um Bindung zu ermöglichen, dann ist auch dies ein krank machender Faktor.

Alle Zitate aus dem Artikel von Werner Bartens in der SZ vom 16.9.2014, Seite 1.

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