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Leseclubs der Stiftung Lesen werden von „Kultur macht stark" gefördert

16.07.2015 Kommentare (0)

„Mit Freu(n)den lesen" und so die eigene Lesemotivation steigern – das tun mittlerweile über 6.000 Kinder regelmäßig in den Leseclubs, die die Stiftung Lesen mit lokalen Bündnispartnern in allen Bundesländern eingerichtet hat. Aufgrund des großen Erfolges des Projektes hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entschieden, die Leseclubs im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" bis Ende 2017 weiter zu fördern. Die positiven Ergebnisse des Zwischenberichtes der Stiftung Lesen zum Projekt wurden durch eine Evaluation der Prognos AG und durch ein vom BMBF bestelltes Expertengremium bestätigt. Mit Hilfe der Fördermittel des BMBF stattet die Stiftung Lesen die Leseclubs mit Büchern und anderen Medien aus, schult die ehrenamtlichen Leseclub-Betreuer und unterstützt sie kontinuierlich bei ihrer Arbeit. So gelingt es, ein attraktives Angebot zur Steigerung der Lesemotivation zu machen, das auf der engagierten Arbeit vieler Ehrenamtlicher basiert.

Insgesamt hat die Stiftung Lesen bisher 218 Leseclubs im Rahmen von „Kultur macht stark" eingerichtet. Weitere Leseclubs werden im Laufe des Jahres noch hinzukommen. Deshalb können sich Offene Ganztagsschulen, Mehrgenerationenhäuser, Familienzentren, Stadtteiltreffs, Bürgerhäuser sowie Jugendfreizeiteinrichtungen und Bibliotheken weiterhin unter www.leseclubs.de bewerben. Die Leseclubs erreichen flächendeckend die Zielgruppe bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher, denn sie sind bundesweit angesiedelt und befinden sich auch an überraschenden Orten wie in einem Zirkus, in einer Moschee oder in einem Fußballstadion, wodurch sich besonders niedrigschwellige Zugangswege zum Lesen ergeben. Dabei spielt auch der Peer-Group-Effekt eine wichtige Rolle, da sich die Kinder gegenseitig unterstützen und zum regelmäßigen Lesen motivieren.

Über 1.100 Stunden pro Woche sind die Leseclubs geöffnet. Während dieser Zeit finden meist von Ehrenamtlichen betreute, freizeitorientierte Angebote statt. Für die ehrenamtlichen Betreuer bietet die Stiftung Lesen umfangreiche Präsenz-Weiterbildungen auf regionaler Ebene an: Im vergangenen Jahr nahmen rund 750 Personen an 38 Weiterbildungen teil, die entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und zur Weiterentwicklung der Leseclubs beitragen.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, freut sich über die Weiterförderung des Vorhabens: „Das positive Votum des Expertengremiums belegt, dass unser Konzept in der Zusammenarbeit mit den lokalen Bündnispartnern sehr gut funktioniert. Mit der weiteren finanziellen Unterstützung durch das BMBF können wir die bisher erzielten Erfolge verstetigen und ausbauen. In Zukunft streben wir in den Leseclubs eine noch stärkere Verankerung des digitalen Lesens sowie eine kontinuierliche Unterstützung der Ehrenamtlichen an, damit sie ihrer anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden können."

Die Stiftung Lesen ist anerkannter, kompetenter und unabhängiger Partner und Anwalt für das Lesen. Sie fördert Lesekompetenz und Zugänge zum Lesen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in allen Medien. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Partnern – Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen – Forschungs- und Modellprojekte sowie breitenwirksame Programme durch. Zu ihren herausragenden Initiativen zählen der jährliche „Bundesweite Vorlesetag", der „Welttag des Buches" und „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen", ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesbildungsministerium finanziert wird. Zahlreiche Prominente unterstützen die Stiftung als Lesebotschafter. Die Stiftung Lesen wurde 1988 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Bunde spräsidenten.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 10.7.2015

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