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Forschungsprojekt zum Missbrauch von Kindern präsentiert Ergebnisse

07.10.2015 Kommentare (0)

Das Forschungsprojekt „MiKADO – Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer" an der Universität Regensburg ist abgeschlossen. Die Ergebnisse verdeutlichen das Ausmaß des Problems und die Notwendigkeit eines umfangreichen Maßnahmenpakets zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen. Ziel des Forschungsprojekts „MiKADO – Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer" an der Universität Regensburg war unter anderem, zu untersuchen, wie häufig sexuelles Interesse an Kindern in der deutschen Allgemeinbevölkerung vorkommt, wie häufig Kinder und Jugendliche von sexueller Gewalt betroffen sind und unter welchen Bedingungen es zu sexueller Gewalt kommen kann. Erstmals wurde auch erforscht, welche Formen von sexueller Gewalt in den digitalen Medien vorkommen. Dazu wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mittels Online-Befragungen, Interviews und standardisierten Tests befragt und untersucht. Mit dem Forschungsprojekt sollten nicht nur die Entstehungsbedingungen sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen besser verstanden werden. Die Ergebnisse können auch Ansätze zur Entwicklung von konkreten Maßnahmen liefern, um Kinder und Jugendliche besser vor sexueller Gewalt schützen zu können.

Die Ergebnisse verdeutlichen das Ausmaß des Problems und die Notwendigkeit eines umfangreichen Maßnahmenpakets zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen. Erste Empfehlungen für Präventionsmaßnahmen verweisen auf einen hohen Aufklärungs- und Ausbildungsbedarf für den therapeutischen Nachwuchs, Defizite in der Versorgung Betroffener sowie die Notwendigkeit einer spezifischen therapeutischen Versorgung bisher wenig untersuchter Täter- und Betroffenengruppen.
An dem umfassenden Projekt wirkten Forscher des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Technischen Universität Dresden, des Universitätsklinikum Ulm und der Åbo Akademi-Universität aus Turku/Finnland sowie verschiedene Opferschutzvereine mit. Das interdisziplinäre Netzwerk von Medizinern und Psychologen führte mehrere Studien durch, an denen insgesamt 28.000 Erwachsene und mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Weiterführende Informationen unter: www.mikado-studie.de

Quelle: Pressemitteilung des Fachkräfteportals der Kinder- und Jugendhilfe vom 1.10.2015

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