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mehrere Kinder

Fonds "Heimerziehung in der DDR" gewährt ab September wieder Leistungen

30.08.2014 Kommentare (0)

Ehemalige Heimkinder aus der DDR können ab 1. September wieder Leistungen aus dem Fonds "Heimerziehung in der DDR" erhalten. Nachdem der Bund und die ostdeutschen Länder die Aufstockung des Fonds im Juni und Juli beschlossen hatten, hat der Lenkungsausschuss Ende August überarbeitete Umsetzungsregeln in Kraft gesetzt und damit den Weg für neue Leistungsvereinbarungen frei gemacht.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betonte, dass damit das Versprechen an
die ehemaligen Heimkinder eingehalten wird: "Es bleibt dabei: Niemand wird allein
gelassen. Wer in Heimen der DDR Leid und Unrecht erlebt hat und bis heute unter
den Folgen leidet, kann die Hilfen des Fonds bis 2017 in Anspruch nehmen. Niemand
wird schlechter gestellt, nur weil sie oder er nicht zu den Ersten gehörte, die
sich beim Fonds gemeldet haben."

Die Modifizierung der Umsetzungsregeln war notwendig, um die Vorgaben der
Errichter des Fonds für die Aufstockung umzusetzen: die bestehenden
Leistungsleitlinien beizubehalten und sicherzustellen, dass die Leistungen
zielgenau dort helfen, wo sie gebraucht werden. Um eine Gleichbehandlung der
Betroffenen in Ost- und Westdeutschland sicherzustellen, werden diese Regeln
zeitgleich auch für den Fonds "Heimerziehung West" in Kraft gesetzt.

Ministerin Schwesig appellierte zugleich an die Betroffenen aus der ehemaligen
DDR, sich rechtzeitig bei der zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle zu melden:
"Mit der Aufstockung des Fonds bieten wir Betroffenen eine neue Chance, sich zu
melden und ihre Ansprüche zu wahren. Um Planungssicherheit für die Aufstockung zu
haben und gewährleisten zu können, dass alle registrierten Betroffenen auch
berücksichtigt werden können, haben wir eine Anmeldefrist zum 30. September 2014
eingeführt. Ich bitte daher alle ehemaligen Heimkinder aus der DDR, die
Leistungen des Fonds in Anspruch nehmen möchten, sich rechtzeitig bei ihrer
Anlauf- und Beratungsstelle zu melden."

Für die Anmeldung genügt eine formlose schriftliche Nachricht (E-Mail, Brief oder
Postkarte) an die zuständige Anlauf- und Beratungsstelle. Man kann sich auch
telefonisch oder persönlich anmelden. Zuständig ist die Anlauf- und
Beratungsstelle des Bundeslandes, in dem die Betroffenen ihren aktuellen Wohnsitz
haben. Ausnahme: Betroffene, die in den alten Bundesländern wohnen, wenden sich
an die Anlauf- und Beratungsstelle des Bundeslandes, in dem die erste einweisende
Behörde (Jugendamt) lag.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fonds-heimerziehung.de
Quelle: Pressmitteilung des BMFSFJ

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