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Editorial Mai 2011: ErzieherInnen und Karriere

01.05.2011 Kommentare (1)

Über ein Jahrhundert lang galt der Beruf der Erzieherin – denn zunächst wurde dieser Beruf ja nur von Frauen ergriffen – als Sackgasse. Bis zur Heirat waren junge Frauen dort tätig, dann war Schluss. Inzwischen ist lebenslange Erwerbstätigkeit für Frauen fast selbstverständlich geworden, von daher sind mehr und mehr pädagogische Fachkräfte an Aufstiegsmöglichkeiten interessiert. Durch die derzeitigen Bemühungen, ErzieherInnen weiterzubilden und durchlässige Strukturen im Bildungssystem zu schaffen, und nicht zuletzt durch das Bestreben, den Männeranteil in den Kitas zu erhöhen, haben die Bundesländer sich auf den Weg gemacht, pädagogischen Fachkräften unterhalb der ErzieherInnenebene einen Einstieg in den Beruf der Erzieherin/des Erziehers zu ermöglichen. Und darüber hinaus können ErzieherInnen heute auch an die Hochschulen gehen und dort eine neue Karriere starten.

Prof. Dr. Ralf Haderlein von der Fachhochschule Koblenz hat für ErzieherIn.de die besonders guten Möglichkeiten, die Rheinland-Pfalz bietet, dargestellt: Von der Erzieherin zur Professorin für Psychologie?. Besonders gut gefällt mir, dass die Benotungen der Kinderpflegeausbildung genauso hoch bewertet werden wie die der Abiturprüfung, und auch, dass soziales Engagement in der Familie oder anderen Bereichen als Berufserfahrung anerkannt wird.

Ich hoffe, dieser Beitrag gibt vielen von Ihnen den „Kick“, sich beruflich nach oben zu orientieren. Und den anderen Bundesländern Anregungen für eine weiter gefasste Durchlässigkeit des Bildungssystems.

Herzlich

Ihre
Hilde von Balluseck

Ihre Meinung ist gefragt!

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Kommentare (1)

Kusminder 03 Mai 2011, 21:42

ich habe diesen Artikel mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen.
Ich habe meine Ausbildung in Frankreich gemacht und dort ist es selbstverständlich, dass ein/e Erzieher/In Abitur haben muss, bevor er/sie an der Schule vorstellig wird. Nach der staatliche Anerkennung ist es ihm/ ihr möglich zu studieren.
In Hessen, kann nur ein/e Schüler/In mit einem Realschulabschluss die Ausbildung machen.
Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit einem dualen Studiumsgang für die Leiterinnen um an einem Bachelor zugang zu haben.
Ich denke, man könnte es wie in Ungarn machen und die Erzieherin nach Zusatztausbildung bezahlen. So würde der Beruf auch für die Kollegen/Inen, die engagiert sind weiterhin attraktiv.
Trotzdem, finde ich die Idee aus RLP sehr gut. Diese Möglichkeit könnte das Ansehen des Berufes in der Gesellschaft erhöhen.

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