nachdenklicher Junge

Drücken sich Kinder vor Verantwortung? Ämter und Dienste in der Kita

Lothar Klein

02.10.2017 | Fachbeitrag Kommentare (1)

Beliebt ist es in Kitas, Kinder mit Aufgaben des alltäglichen Lebens zu betrauen. Häufig übernehmen Kinder diese gerne, aber welche Absichten verbinden Fachkräfte damit? 

 Beitrag: Drücken sich Kinder vor Verantwortung? Ämter und Dienste in der Kita (233KB)

Quelle: Wir übernehmen den Beitrag mit freundlicher Genehmigung der Redaktion Theorie und Praxis der Sozialpädagogik (TPS), Ausgabe TPS 7/17, S. 28-29.

 

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Kommentare (1)

Angelika Mauel 12 Oktober 2017, 13:18

Danke für diesen Artikel! Ja, es geht vielen Erzieherinnen immer noch um Gehorsam, obwohl es offiziell nicht zugegeben wird. Mir wird immer noch leicht übel, wenn ich an diese Aufräumliedchen und das Gehummse um den "Aufräumkönig" denke. "Kinder liiieben Rituale!" heißt es dann nicht selten, dabei sind es doch eher die Erzieherinnen, die die Rituale durchexerzieren wollen. Der Zeitgeist ist ihnen wohlgesonnen. Im Netz und als Beilage der Animierbücher gibt es eine große Auswahl dieser kopierfreundlichen Urkunden. Sie reichen von "Tschüssi Schnuller!" über "Kleiner Klokönig", "Baumpate" und "Gefühlsexperte" bis hin zu "Schneckenforscher" und "Kita-Abgeordnete/r". Wenn jedes Kind für ein paar Tage ein Amt ausüben muss, ist es nur praktisch, dass sich so ein "wichtiges Dokument" für die zeitgemäße "Pädagogik" gleich für jedes wertgeschätzte Kind flott vervielfertigen lässt.



Später geht es an vielen Grundschulen weiter in dem Stil. Der "Stille-Dienst" schlägt auf die Triangel als ob es sich bei dem Instrument um ein Schlagzeug handeln würde. Und der "Ampeldienst" darf über die Vergabe von Strafzetteln in den Ampelfarben darüber entscheiden, ob ein anderes Kind ein Strafarbeit bekommt oder nicht. Man könnte auch von Petzedienst und Erziehung zur Blockwartmentalität sprechen.



Tja, und die pädagogischen Fachkräfte lassen sich auch für vieles zertifizieren.

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