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Bundeskabinett beschließt Aufstockung des Fonds Heimerziehung West

09.07.2015 Kommentare (0)

Das Bundeskabinett hat am 8. Juli 2015 der Aufstockung des Fonds „Heimerziehung West" zugestimmt. Damit ist die Finanzierung der Hilfen für Betroffene, die als Kinder und Jugendliche zwischen 1949 und 1975 in westdeutschen Heimen Leid und Unrecht erfahren haben, seitens des Bundes gesichert.

Insgesamt wird der Fonds um rund 182 Mio. Euro aufgestockt, der Bund trägt davon ein Drittel. Die übrigen zwei Drittel zahlen die westdeutschen Länder und die Kirchen in den Fonds ein. Das Geld wird verwendet für individuelle materielle Hilfen zur Abmilderung von Folgeschäden der Betroffenen sowie für Ausgleichszahlungen für entgangene Rentenansprüche. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen sich bis zum 31. Dezember 2014 angemeldet hatten und dass sie ihren damaligen Heimaufenthalt sowie die Folgeschäden glaubhaft darlegen.

Mit dem Beschluss sind nach den Hilfen für Betroffene aus Ostdeutschland nun auch die Hilfen für Betroffene aus den alten Bundesländern gesichert. Die Aufstockung des Fonds „Heimerziehung in der DDR" war im Februar 2015 vom Bundeskabinett beschlossen worden. Die Errichter beider Fonds hatten sich darauf verständigt, im Zuge der Aufstockungen die bestehenden Leistungskriterien beizubehalten. Damit erhalten ehemalige Heimkinder, die heute noch mit den Folgen der damaligen Zeit zu kämpfen haben, in gleicher Weise die benötigten Hilfen – unabhängig davon, ob die Heimunterbringung in Ost- oder Westdeutschland war und wann die Betroffenen sich innerhalb der Anmeldefristen an einen der beiden Fonds gewandt haben.

Zusammen mit dem Beschluss zur Aufstockung des Fonds wurde der Zeitraum, in dem die Beratungen der Betroffenen abgeschlossen, die Anträge bearbeitet und die Leistungen ausgezahlt sein müssen, um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2018 verlängert und damit der Laufzeit des Fonds „Heimerziehung in der DDR" angeglichen. Damit können die Betroffenen in der bisherigen hohen Qualität beraten und individuell passende Hilfen gefunden werden.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben vom 8.7.2015

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