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Auszeichnung: UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2015

19.06.2015 Kommentare (0)

Die JuBoKaki-AG des Gymnasiums Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) ist am 15. Juni in der Frankfurter Paulskirche zum „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2015" gekürt worden. Die Neuntklässler setzen sich als „Flüchtlingslotsen" für Flüchtlingsfamilien in Kaltenkirchen ein und unterstützen damit ein Projekt ihrer Heimatstadt. Die Mitglieder der JuBoKaki-AG helfen beispielsweise Lehrern dabei, Sprachkurse für Asylbewerber vorzubereiten oder betreuen während der Kurse deren Kinder.

Die Schirmherrin von UNICEF Deutschland Daniela Schadt und UNICEF-Botschafter Alexander Gerst überreichten den Preis an die Erstplatzierten. Rund 600 Mädchen und Jungen waren in die Paulskirche gekommen, um gemeinsam die Kinderrechte zu feiern. Vor der Preisverleihung gestalteten die JuniorBotschafter gemeinsam ein „Boot der Solidarität". Unter dem Motto „Hand drauf! Kinder für Kinderrechte" drückten sie ihre Verbundenheit mit Mädchen und Jungen auf der Flucht aus.

„Flüchtlingskinder sind in erster Linie Kinder und müssen auch so behandelt werden. Sie brauchen besonderen Schutz und Unterstützung", sagte UNICEF-Schirmherrin Daniela Schadt. „Die UNICEF-JuniorBotschafter setzen sich mit viel Engagement für die Rechte benachteiligter Kinder weltweit ein. Dieser Einsatz ist so unendlich wichtig. Gemeinsam gestalten sie so eine gerechtere und friedlichere Zukunft."

Zum zwölften Mal zeichnete UNICEF Kinder und Jugendliche aus, die sich mit besonderen Aktionen und Ideen für die Kinderrechte in Deutschland und weltweit stark machen. An der Veranstaltung nahmen die Schirmherrin von UNICEF Deutschland Daniela Schadt, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende von UNICEF Deutschland Ann Kathrin Linsenhoff, ESA-Astronaut und UNICEF-Botschafter Alexander Gerst, Top-Model und UNICEF-Botschafterin Eva Padberg sowie die Band Glasperlenspiel teil. Fußballweltmeister und UNICEF-Pate Mats Hummels übergab per Videobotschaft den Sonderpreis „wir laufen für UNICEF". Durch die Preisverleihung führten die beiden KiKA-Moderatoren BEN und Felix.

61 Schulen, 42 einzelne Kinder oder Gruppen und 11 Organisationen oder Vereine haben sich für den „UNICEF-JuniorBotschafter des Jahres 2015" beworben. Eine Jury aus acht Erwachsenen und acht Kindern und Jugendlichen zeichnete die neuen JuniorBotschafter aus. Die Deutsche Chorjugend kürte den Sonderpreis „Ganz Chor für UNICEF". Rund 2.600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben auf der UNICEF-Jugendseite www.younicef.de beim Online-Voting ihren Favoriten für den „Publikums-Preis" gewählt.

Partner des Wettbewerbs sind der Verein „Macht Kinder stark für Demokratie!", der Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA) und die Kinderzeitschrift GEOlino. Unterstützt wird der UNICEF-JuniorBotschafter-Wettbewerb von der ING-DiBa AG, URBANATIX und dem Holiday Park.

Die Preisträger:

Platz 1: Als Flüchtlingslotsen setzen sich die Schülerinnen und Schüler der „JuBoKaki"-AG des Gymnasiums Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein) dafür ein, dass sich Flüchtlingskinder in ihrer Stadt wohl fühlen. Die Neuntklässler helfen zum Beispiel Lehrern dabei, Sprachkurse für Asylbewerber vorzubereiten und betreuen deren Kinder. Die „JuBoKaki"-AG organisierte auch eine eigene Weihnachtsfeier für Flüchtlingsfamilien, bastelte gemeinsam mit den Kindern und backte Plätzchen.

Platz 2: Die Schülerinnen und Schüler der Film-AG des Humboldt Gymnasiums in Trier (Rheinland-Pfalz) drehten vier Kurzfilme gegen Vorurteile, für Toleranz und Kinderrechte. Dafür schrieben sie die Drehbücher selbst. In ihren Videos thematisieren sie unter anderem das Kinderrecht auf besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung, das Recht auf Bildung sowie das Recht auf Schutz für Kinder im Krieg und auf der Flucht.

Platz 3: Ein ganzes Jahr lang war Melanie Fischer (16) aus Landsberg am Lech (Bayern) mit vielen eigenen Aktionen für UNICEF aktiv. Sie topfte Schnee- und Maiglöckchen ein, kochte Marmelade ein, backte Kuchen und verteilte Pferdemist an Hobbygärtner – alles gegen eine kleine Spende. Sie sammelte außerdem Flaschen und Dosen und spendete das Pfand.

„Drangeblieben-Preis": Seit elf Jahren sammeln die Schülerinnen und Schüler der Boumdoudoum-AG des Neuen Gymnasiums Oldenburg (Niedersachsen) Spenden, damit Kinder im gleichnamigen Dorf in Burkina Faso zur Grundschule gehen können – mit großem Erfolg. Denn mittlerweile haben alle Mädchen und Jungen des afrikanischen Dorfes einen Grundschulplatz.

Jede Aktion zählt-Preis: Beim Aktionstag Kinderrechte im vergangenen Jahr lernten die Mädchen und Jungen der Grundschule am Jakobsberg in Ockenheim (Rheinland-Pfalz) auf spielerische Weise ihre Rechte kennen. Seitdem geben sie gerne ihr Wissen an andere weiter, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt der Schule.

Sonderpreis „Kinderrechte in der Schule" und Publikumspreis (Online-younicef-Preis): Bei schulinternen Projekttagen der Schloss-Ardeck-Grundschule in Gau-Algesheim (Rheinland-Pfalz) befassten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3c intensiv mit den Kinderrechten. Um die Rechte für alle Kinder zu verwirklichen, wollen die Mädchen und Jungen der 3c, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden – dafür sammeln sie Unterschriften.

Sonderpreis „wir laufen für UNICEF": Sarah Elsner, Freya Stäblein und Franziska Helm organisierten am Martin-Pollich-Gymnasium in Mellrichstadt (Bayern) eigenständig einen Schülerlauf für UNICEF. Dafür gestalteten sie Informationsmaterial, verteilten Elternbriefe und Sponsorenzettel und baten regionale Unternehmen um Unterstützung.

Sonderpreis „Ganz Chor für UNICEF": Mollmäuse & Friends aus Tecklenburg (Nordrhein-Westfalen) singen für Kinderrechte und verkauften ihre neue CD „Ton um Ton" zugunsten einer Kinderrechtsorganisation.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 15.6.2015

 

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