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Allianz für den Nationalen Lesepakt wächs

12.12.2019 Kommentare (0)

Morgen werden die Ergebnisse der PISA-Studie 2018 präsentiert. Sofern keine signifikanten Verbesserungen gegenüber der Studie von 2015 eintreten, hat Deutschland im internationalen Vergleich gegenüber vielen Ländern erneut das Nachsehen. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagt: „Wir rechnen nicht mit erfreulichen Ergebnissen. Doch selbst bei leichten Fortschritten bleibt es unabdingbar, das Engagement für Bildung in Deutschland auszubauen. Eine besondere Bedeutung kommt der Förderung der Lesekompetenz zu. Sie ist die Grundlage für den Bildungserfolg eines jeden Kindes.“
Die Stiftung Lesen setzt sich dafür ein, neue Kooperationen und Strukturen zu etablieren, die die bundes-weite Leseförderung verbessern. Ziel ist ein Nationaler Lesepakt, der alle Kinder – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft – erreicht und fürs Lesen begeistert. Bereits im Oktober hat die Stiftung Bundes- und Landesregierungen, Kommunen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Gewerkschaften, Interessens-vertretungen von Eltern, pädagogische Fachkräfte, Bibliotheken, Verlage, Medienhäuser, den Buchhandel, Kinderärzte, Sozialverbände und Kirchen eingeladen, sich gemeinsam zu engagieren. Seit dem Aufruf zum Nationalen Lesepakt wächst die Allianz derer, die 2020 einen Bildungsgipfel und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen für das Lesen umsetzen möchten.
Dr. Maas begrüßt diese Entwicklung: „Wir freuen uns über die gute Resonanz auf unseren Appell und setzen auf weitere Unterstützung. Leseförderung geht alle an – nur gemeinsam kann gewährleistet werden, dass alle Menschen in Deutschland lesen können.“ Dass hier noch viel Nachholbedarf besteht, zeigt auch die aktuelle Vorlesestudie der Stiftung Lesen. Ein Drittel der Eltern liest ihren Kindern nicht oder zu selten vor. Besonders benachteiligt sind Kinder von Eltern mit formal niedriger Bildung. Die Konsequenzen bleiben für die Kinder ein Leben lang spürbar: Das Lesen lernen fällt ihnen schwer und sie haben Schwierigkeiten das Gelesene zu verstehen. Der Zugang zu Bildung bleibt ihnen dadurch häufig verwehrt. Angesichts dieser Fakten und der zu erwartenden PISA-Ergebnisse besteht also dringender Handlungsbedarf, Lesen zum elementaren Bestandteil aller Lebens- und Politikbereiche zu machen und von Anfang zu fördern.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 2.12.2019

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